Die archäologische Stätte und das Museu de l’Esquerda (Les Masies de Roda – Roda de Ter) sind ein zentraler Ort, um die historische und kulturelle Entwicklung des Hinterlandes von Catalunya zu verstehen. Die auf einer vom Fluss Ter umgebenen Halbinsel gelegene Stätte war vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum 14. Jahrhundert bewohnt und bewahrt Zeugnisse aus mehr als 2.500 Jahren Geschichte: von der späten Bronzezeit über die iberische, westgotische, karolingische und mittelalterliche Zeit bis zu ihrer Aufgabe im Jahr 1314.
L’Esquerda war einst die Hauptstadt der iberischen Ausetaner: Ausa. Sie zeichnete sich durch eine beeindruckende Verteidigungsmauer mit großen Türmen, eine Nord-Süd-Straße, Werkstätten, mögliche Überreste eines Heiligtums und später eine befestigte mittelalterliche Stadt aus. Zunächst als Roda Ciutat bekannt, wurde sie ab dem 11. Jahrhundert Sant Pere de Roda genannt. Diese mittelalterliche Siedlung umfasste Straßen, Häuser und eine romanische Kirche, die von ihrer Nekropole umgeben war. Ausgrabungen haben einen bedeutenden landwirtschaftlichen und defensiven Komplex freigelegt.
Das Museu de l’Esquerda, das sich im Zentrum von Roda befindet, bewahrt und interpretiert die an der Stätte entdeckten Funde: Keramik, Werkzeuge, Münzen und andere Objekte, die Aufschluss über den Alltag im Laufe der Jahrhunderte geben. Der Komplex bietet ein immersives Erlebnis mit Bildungsaktivitäten, Führungen und spektakulären Ausblicken. Er ist ein zentraler Ort, um das jahrtausendealte Erbe von Osona und die historische Entwicklung von Catalunya kennenzulernen.